Der Baum

Gestatten, mein Name ist Baum.

Ich habe viel zu erzählen, „man“ glaubt es kaum.

Es gibt sehr viele Bezeichnungen für mich in sehr unterschiedlicher Art und Weise, für Nuss, Obst, Laub, Nadel, Birke, Tanne etc. zahlen die Menschen für mich inzwischen hohe Preise.

Es werden die unterschiedlichsten Dinge aus mir gemacht,

Walnussöl, Möbel, Arzneimittel, Brennholz, Kompost oder sogar Birkensaft.

Ich sah viele kommen und gehen bei mir am Fusse von diesem Baum,

emotionale Geschichten, die mich sehr berührten, „man“ glaubt es kaum.

Es wurde geweint, geschrien und viel gelacht,

und in meinem Schatten hin und wieder auch ein fröhliches Picknick gemacht.

Der eine oder andere ritzte in meinen Stamm zwei Buchstaben voller Liebe entbrannt,

damit nach Jahren diese Gravur dann durch Kratzen wieder verschwand.

Oder der eine oder andere kletterte auf mich hinauf und sprang von meinem Ast in den See hinunter um zu schwimmen und sich zu erfrischen, auch tut so mancher Baum Menschen und Tieren sehr viel gesunde Nahrung auftischen.

Egal ob nun auf dem Papier ein berufliches Schreiben entsteht oder ein handgeschriebener Liebesbrief in den Händen von jemand anderem lag, es war ein Baum, der für dieses Stück Papier sein Leben gab.

Auch bei ganz normalen Dingen, die uns heutzutage umgeben, Möbel, (Toiletten)-Papier, Blei und Buntstifte und Bücher all das würde es ohne Bäume nicht geben.


Wir Bäume sind ein wesentlicher Bestandteil der ganzen Menschheit und vom Leben, da wir den Menschen Schadstoffe aus der Luft und dafür gesunden Sauerstoff geben.

Wir Bäume erleichtern den Menschen das Leben in sehr vielen Bereichen, ein immenses Ausmaß, das können nicht viele erreichen.

Einfach nur mal all die Dinge in dem Raum gerade betrachten, die Sie um sich haben und wie viele daraus aus Holz bestehen,

Wenn es die Natur mit dem Sauerstoff nicht gäbe, würden viele Dinge des Alltags erst überhaupt nicht entstehen.

Ein Wald ist bestens organisiert, weil hier die Natur selbst regiert.

Wenn der Frühling kommt und die Natur bekommt Ihre grünen Blätter wieder zurück, dann zwitschert es in den Ästen vor lauter Vogelglück.

Der Specht hämmert in die Rinde hinein, während Raupen sich an meinen Blättern sattfressen um dann im Sommer als Schmetterling durch die Luft zu schweben, so manche Baum- und Ast-Höhle gibt Tieren ein Winterquartier. Ein Baum bedeutet Leben.

Im Sommer sind wir Bäume, Pflanzen und Blumen in unserer ganzen Kraft, während die Bienen für die Menschen so den Honig heranschafft.

Im Herbst bitten wir noch zu Tisch mit reicher Ernte und strahlen in verschiedensten Farben wunderschön, die Blätter fallen und wir gehen in den Winterschlaf bis wir uns im Frühjahr im neuen Grün dann wiedersehn.

In all den Monaten vom ganzen Jahr über benötigt uns der Mensch mehr, als er es ahnt und denkt, denn es ist die Natur, die das Leben auf diesem Planeten lenkt.

Der Mensch kann noch so viel Technik, Apparate und Digitales in dieser Welt erstellen,

und nun denken Sie einmal an diese enorme Kraft der Tsunami-Wellen?

Das war eine Naturgewalt sondergleichen, die kein Mensch mit seiner Technik hat kommen sehen,

und wir Menschen wollen diese Welt verstehen?

Jeder von uns für sich allein betrachtet ist in Angesicht der Erde und des Universums mickrig klein,

und aus Sicht von den Astronauten auf die Erde wird es wohl noch viel kleiner sein.

Wir als Bäume können nur lachen über dieses Gehabe was dort vorgeht in der Welt,

Masken verschaffen Euch schlechtes Atmen, bauen Distanz auf und dafür zahlt Ihr Menschen auch noch Geld?

Übrigens: Diese Masken sind ebenfalls aus uns Baum und Pflanzenfasern produziert worden.

Ihr tragt also Masken um Euch nicht zu infizieren, von toten Bäumen, die normalerweise Sauerstoff Euch geben. Für diese Logik bekommt Ihr einen Orden.

Legt doch diese Masken ab und geht doch einfach mehr in den Wald umso besser atmen zu können,

dann werde ich auch hoffentlich bald wieder ein paar lachende Besucher hier im Wald mein Eigen nennen können.

Ich warte nicht gerne hier nur rum, bis ich geschlagen dann im Dezember für 4 Wochen im Wohnzimmer stehen kann um danach auf dem Müll geworfen zu werden.

Ich bin wichtig für Mensch und Tier und für das gesamte Leben.

Wenn die Arbeit eines Baums am Ende ist, kommt die Arbeit von Insekten nun ins Spiel,

denn diese verarbeiten diesen zu Sägemehl,

dieses wird zu Kompost dann,

woraus ein neuer Baum wieder entstehen kann.

Drum kommt alle endlich mal wieder bei mir vorbei und erzählt mir Eure Geschichten,

ich höre Euch gerne aufmerksam zu und rausche mit meinem Blattwerk- mitnichten.

Die Welt ist wunderschön,

man muss diese bloß noch sehen.

„and I think to myself- what a wonderful word.“ (Textpassage Louis Armstrong)

K reativ/kommunikativ, leb E ndige – gesun D e Grüß E

Ihre

Pamela Porsch

Link zum Lied von Louis Armstrong What a wonderful world

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