Die Kunst unbeliebt anders zu sein!

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Erinnern Sie sich noch als die damals noch vollkommen unbekannten Personen wie z.B. Steffi Graf, Boris Becker und Michael Schumacher Ihr erstes Spiel, bzw. Ihr erstes Rennen gewannen?

Was war das für eine Sensation!

Ein – für damalige Verhältnisse – „Greenhorn“ besiegte einen erfahrenen „Champion/ Oldie“.

Doch was geschah mit diesen Personen, als diese begonnen hatten Ihre Erfolgsära zu starten und einen Sieg nach dem nächsten „verbuchten“?

Plötzlich war diese ehemalige Sensation zu einer eher „langweiligen und banalen“ Normalität geworden.

Der/ die gewinnt ja eh nur.

Das frühere Jubeln und die anfängliche Begeisterung waren weg.

Die Fangemeinde „forderte“ den nächsten Sieg sozusagen schon und plötzlich war eine ganz andere Situation da.

Früher waren immer noch genügend Spieler/ Fahrer/ Konkurrenz vor einem und dann änderte sich das „Blatt“.

Denn nun waren diese Personen plötzlich die Nummer 1 in der Weltrangliste.

Es gab kein weiteres nach oben mehr.

Es gab nur noch ein Herunterfallen.

Jetzt wurde die Nummer 1 nur noch bekämpft.

Somit stieg der Leistungsdruck um ein enormes an, denn ab diesem Punkt die Nummer 1 zu sein durfte diese Person weiterhin sein Bestes geben. Denn nun ging es nicht mehr nach oben, sondern nur noch um den Weltmeisterthron die Nr. 1 zu verteidigen. Die ehemaligen, früheren und einstigen Freunde und Kameraden sind zu Rivalen/Rivalinnen geworden, die nun selbst Interesse an diesem „Thron“ haben.

Und so nach und nach schleicht sich eine unangenehme Situation ein, die durchaus mit einem rivalisierenden Mobbing zu vergleichen ist.

Diese Personen waren ein Beispiel. Genauso geht es heutzutage weiterhin im Sport als auch in anderen Bereichen des Lebens zu.

Vom Chef werden äußerst fleißige und ehrgeizige Mitarbeiter geschätzt, die sich für das Unternehmen einsetzen, allerdings, wenn sich im Laufe der Zeit herauskristallisiert, dass diese sogar besser sind als der Chef, so ist das dann stimmungsmäßig nicht mehr allzu witzig.

Oder wenn ein Unternehmer äußerst erfolgreich geworden ist, dann wird von außen sehr häufig das Ansehen, die Präsenz, das Auftreten, die Kontakte etc. bewundert und auch beneidet, allerdings wird in den wenigsten Fällen gesehen wie viele Enttäuschungen und Niederschläge er dafür hat einstecken müssen um dort zu sein, wo er nun ist.

Sie dürfen sich mal das wie eine Pyramide vorstellen.

Unten am Boden sind sagen wir einmal 100.000 Personen die sich auf denselben Weg machen wie Sie. Irgendwie finden sie immer jemanden um Sie auf den Weg nach oben zu unterstützen.

Der Weg nach oben ist anstrengend und bei der zweiten Etappe sind es dann nur noch 50.000 Personen, die den Ehrgeiz haben weiter zu machen. Der Rest gibt auf.

Und weiter geht’s. Bei der dritten Etappe sind es dann nur noch 25.000 Personen.

Und so weiter. Bis nur noch eine Person ganz oben übrig bleibt.

Das ist dann die Nummer 1.

Können Sie sich vorstellen wie dünn die Luft dort oben dann ist?

Diese Person steht zwar ganz oben an der Spitze, hat dann in den seltensten Fällen allerdings echte und wahre Freunde auf die sie sich verlassen kann, da mittlerweile nun alle nach dem „Thron“ trachten.

Und dennoch ist dieser Thron – in welchem unternehmerischen Bereich nun auch immer – weiterhin sehr erstrebenswert.

Haben Sie sich schon einmal gefragt wieso das so ist, wenn „man“ dort oben ganz alleine ist?

Es ist die Macht, und der Einfluss etwas mit dem verdienten Geld in der Welt bewirken zu können.

Sie meinen das ist überhaupt nicht so?

Nun, von der Bevölkerungszahl sind wir etliche Milliarden Menschen auf diesem Planeten.

Wie viele davon haben Hunger und haben am Tag kaum etwas zu essen?

Da können wir schon einen erheblichen Prozentteil der Menschheit wegnehmen.

Wie viele „nagen“ an der Armutsgrenze und kommen gerade so zurecht?

Ein weiterer Prozentteil, der auf dem Weg nach oben gestrichen wird.

Wie viele sind Teilzeit oder Vollzeitangestellter und wollen das auch bleiben, weil Sie davon leben können?

Wieder ein Prozentteil noch ganz oben, der wegfällt.

Nun gibt es noch die Personen, die sich selbständig machen, allerdings nicht ins ganz grosse Unternehmertum wollen. Sie sind mit Ihrem Leben zufrieden mit dem was Sie erreicht haben.

Wieder ein Prozentanteil, der nicht ganz nach oben kommen wird.

Und dann gibt es noch diese seltenen Personen, die den ganzen langen Weg von einem Traum an den nie jemand glaubte bis hin zur Realisierung geschafft haben und damit es bis an die Spitze geschafft haben.

Meinen Sie tatsächlich, dass dieser Ehrgeiz, diese Disziplin, diese Willenskraft, dieser Fleiß etc. bei anderen Personen Sympathien erweckt? Besonders wenn diese Person nun auch noch Macht und Einfluss auf Grund Ihres Berufes hat?

Vermutlich nicht.

Aussagen wie z.B.: „Der/ Die hat ja nur seine/ Ihre Karriere im Sinn.“ Und das dürfte noch eine verhältnismäßig nette Formulierung für solch eine Person sein.

Denn Neider / Hater dürfte diese Person von nun an mehr wie genug haben.

Und das traurige: darunter befinden sich vermutlich auch sehr viele ehemalige Freunde, die diesen Weg nicht mehr mitgegangen sind bzw. nicht mitgehen konnten.

Oder anders betrachtet:

Wenn sich ein Multimillionär und ein Harz 4 Empfänger für eine Unterredung treffen,

Was mag das für eine Begegnung wohl sein?

Der Multimillionär, weil er vielleicht selbst einmal vor langer Zeit ein Hartz 4 Empfänger gewesen ist und das Denken/ Verhalten dieser Hartz 4 Person nachempfinden kann wie es ihm in der aktuellen Situation gerade geht, weil er es selbst einmal erlebt hat?

Es gibt finanziell schwächere Personen, die nicht selbstverschuldet in diese Situation geraten sind.

Genauso gibt es Millionäre, die beide Seiten kennen. Die das Millionärsleben kennen, finanziell abgestürzt sind und danach wieder aufgestanden sind und sich zurück an die Spitze gekämpft haben.

Oder der Hartz 4 Empfänger, weil er sich gegenüber dem Multimillionär richtig mies fühlt?

Was wird wohl bei diesem Treffen bei den beiden durch den Kopf gehen?

Mitleid? Bewunderung? Empathie? Verachtung? Verständnis? Ehrfurcht? Dankbarkeit? Hilfsbereitschaft? Distanzierung? Oder vielleicht sogar Interesse am Gegenüber?

Es sind sehr häufig vorgefertigte Denkmuster vorhanden wie z.B.:

„Der kann mich eh nicht verstehen, der mit seinem vielen Geld.“

„Er weiss eh nicht, was es wirklich in all den Jahren bedeutet hat nun wirklich an der Spitze zu sein.“

Sie merken, da stoßen dann Welten an unterschiedlichen Denkweisen aufeinander, die verschiedener nicht sein könnten.

Und was sehr viele nicht wissen: So unterschiedlich manche Menschen auch sein mögen, so haben Sie dennoch einiges gemeinsam. Die Frage ist nur, ob Sie sich die Möglichkeit dazu geben, diese Gemeinsamkeiten auch erkennen zu wollen.

Besonders gerade in der aktuellen Situation, wo die Distanzierung teilweise immens gross geworden ist, fragen Sie sich immer wieder bei einem etwas schwierigeren Gespräch: Wo sind die Gemeinsamkeiten beim Gegenüber?

Ich wünsche Ihnen, dass Sie stets die richtigen Worte finden werden, um erfolgreich ein positives Gespräch mit Ihrem Gegenüber führen zu können.

Haben Sie eine richtig tolle Woche!

Ihre

Pamela Porsch

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