Konfliktpotential oder Verbindung?

K onfliktpot E ntial o D er v E rbindung?

Erinnern Sie sich noch an die „alten“ Zeiten, als es keine Handys gab?

Als es noch diese gelben „Behausungen“ gab, in denen Mann/Frau sich kaum bewegen konnten mit einer kurzen Leitung und diesen kalten Telefonhörern am Ohr?

So dass immer genügend Kleingeld in der Tasche zum Telefonieren sein musste?

Dass dann am Metall gerieben worden ist, damit das Geld durchfiel?

Auch Telefonzellen genannt.



Auch ich habe früher aus lauter Hoffnung, dass mein Vorgänger/in Kleingeld in der Münzbox vergessen hätte, hineingeschaut.

Ich habe mir früher zu den Telefonzellenzeiten, mir sogar mal den „Spaß“ erlaubt, etwas Kleingeld reinzulegen. z.B. wenn ein Telefonat richtig gut gelaufen war, oder ich eine positive Botschaft bekommen hatte.

Die Telefonzelle konnte zwar nichts für ein negatives oder ein positives Telefonat, doch ich vermute es wird auch andere Personen gegeben haben, die wie ich damals in dieses Münzfach geschaut haben.

Diese Personen haben sich dann gefreut, dass Sie Geld in der Box gefunden haben.

Solche Telefonhäuschen gibt es nun schon seit einiger Zeit nicht mehr und das Handy hat Einzug gehalten. (Übrigens, dass allerletzte Häuschen ist erst 2019 in Bayern abgebaut worden.)

Die, erste Ausgabe vom Handy noch relativ und unhandlich gross gehalten, sind inzwischen regelrechte kleine Power- Multifunktionsgeräte.

Jedes weitere Exemplar wird schneller, kleiner und mit mehr Funktionen gebaut.

Aus der modernen Welt wäre ein Handy überhaupt nicht mehr weg zu denken.

So schnell und vor allem vielfältig wie die heutige Kommunikation geworden ist.

Jederzeit mobil erreichbar.

Ob per Handy, per Email oder über die Sozialen Medien.

Fast jeder Haushalt hat einen Computer, wie es Bill Gates und Steve Jobs sich einmal in seiner Vorstellung gewünscht haben.

Überlegen Sie mal wen Sie alles per Brief darüber informieren mussten, als Sie, in der Vergangenheit wo es noch keine Emails gab, umgezogen sind. Heutzutage können Sie das größtenteils am PC, per SMS, per E-Mail und per Nachsendeauftrag erledigen.

Oder wenn Sie sich z.B. ein Wunschkennzeichen zulegen möchten. Sie gehen an Ihren PC und reservieren sich dieses.

Termine bei Ärzten, bei der Kosmetik, bei Ämtern können online vereinbart werden.

Sie können sich online eine Pizza, Lebensmittel und Getränke bestellen und sich liefern lassen, rund um den Globus Events buchen, Hotels, Flüge und Mietwagen ordern und vieles mehr.

Die Welt ist definitiv digitaler geworden. Keine Frage.

Und das bringt enorme Vorteile mit sich. Arbeiten, die früher in der Ausführung 2h gedauert haben z.B. werden heute aufgrund der schnellen Kommunikation teilweise in 20 Minuten erledigt.

Doch es ist nicht weniger Arbeit, die nun deswegen anfällt, sondern sogar mehr.

Inzwischen soll Mann/Frau sogar so Multitasking sein, dass PC, Handy, Fax und Briefpost gleichzeitig bearbeitet werden können.

Obwohl ich selber mit all diesen digitalen Sachen ausgestattet bin, macht Mann/Frau sich überhaupt nicht klar, in was für eine Abhängigkeit dieses Gerät/diese Geräte führen kann/können.

Ich war letztens unterwegs und habe mein Handy im Ausland irgendwo am Flughafen liegen lassen.

Es ist inzwischen zwar wieder alles geregelt, doch es wird einem dann erst bewusst, wie viele Daten, Telefonnummern, Fotos, Apps und weitere Informationen auf diesem kleinen Ding gespeichert sind, wenn es abhandenkommt und wie abhängig wir Menschen von diesem Gerät sind.

Ist Ihnen auch schon mal passiert? Na, dann wissen Sie ja genau was ich meine und was es bedeutet all diese Daten wieder zusammen zu tragen.

Interessant bei dieser Sache ist dann: Welche Telefonnummer bei einem Verlust des Handys im Kopf geblieben sind und welche nicht.

Ebenso interessant bei solch einer Aktion, ob wirklich noch alle Telefonnummern, die einst drauf gewesen sind, wieder alle in das neue Handy auch eingespeichert werden.

Handys sind halt mehr wie nur ein Gerät zum Telefonieren.

Zudem können sie auch sehr gesundheitsschädigend sein, was ja inzwischen allgemein bekannt und kein Großes Geheimnis mehr sein dürfte.

Aus unterschiedlichsten Gründen heraus.

Schlafprobleme, Kopfschmerzen, die-Kopf-nach-unten-Generation mit dem Handydaumen und einiges mehr.

Diese Personen müssen dann aufpassen, damit Sie keine blauen Flecken auf der Stirn haben, wenn Sie mit dem Blick nach unten gegen einen Laternenpfahl laufen.

Ebenso kennen Sie vermutlich das Bild: 2 Personen sitzen im Restaurant am Tisch und schauen beide aufs Handy anstatt miteinander zu kommunizieren.

Vielleicht schauen Sie gerade im Internet auf den Speisekarten vom Restaurant nach, was es denn heute zu essen gibt, anstatt die Speisekarten zu benutzen, die vor Ihnen liegen?

Überlegen Sie sich einmal, wie Ihr Leben ohne die Geräte PC und ohne das Handy verlaufen täte und welche Arbeiten von Ihnen ohne Handy und PC nicht mehr ausgeübt werden könnten.

Ohne Witz jetzt:

Schreiben Sie sich am Anfang mal mindestens 10 Dinge auf, die Sie mit dem Handy und 10 mit dem PC ausführen. Das ist für Sie zu einfach? Dann schreiben Sie halt 50 Dinge auf. Das bekommen Sie ebenfalls hin. Bin ich mir sicher.

Egal ob Sie nun Telefonieren aufschreiben, Spiele spielen oder irgendwelche hilfreichen Apps draufzuhaben, die im Alltag unterstützend sind etc.

Erst dann wird Ihnen klarwerden, wie viele Arbeiten inzwischen digital verlaufen, ohne dass sie es bewusst mitbekommen.

Sehr häufig entkommt der moderne Mensch dem Handy und dem PC, sobald er im Urlaub ist.

Doch selbst da, ist es nicht immer möglich dem Handy und dem PC ganz zu „entfliehen.“

Ein Handy zu haben ist inzwischen absolut selbstverständlich geworden und teilweise schon sehr junge Kinder besitzen schon eins.

Ich kann mich noch ganz genau erinnern, als ich mich mal für ein paar Tage ganz bewusst für eine Auszeit zurückgezogen habe.

Kein PC, kein Handy und kein Wort mit einer anderen Person zu sprechen.

Der letzte Wortwechsel war beim Einchecken und die Wiederaufnahme des Redens war für mich beim Auschecken.

Ich hatte mein Hotelzimmer, meine gebuchte Verpflegung, etwas zum Lesen, etwas zum Schreiben, ein paar Rätselzeitschriften dabei und habe ansonsten nur meine Gedanken geordnet um zur Ruhe zu kommen.

Wenn Mann/Frau jedoch normalerweise in seiner Alltagsmatrix ist und dann in solch einen Rückzug geht, dann konzentrieren Sie sich plötzlich voll und ganz auf sich selbst.

Sie sehen nichts und niemanden und nehmen nur sich selbst wahr.

In den ersten 24h beginnt der Kopf ganz immens zu arbeiten und das kann schon etwas erschreckend sein.

Wie geht es…? Kommen Sie ohne mich zurecht? Habe ich XYZ auch Bescheid gesagt? Was ist, wenn dies oder das passiert und ich nicht da bin?

Es gibt grossartiges nichts im Außen womit sich der Kopf beschäftigen kann und darf nun die Gedanken auf sich selbst lenken.

Für jemanden, der in Sachen Selbstreflektion und Hinterfragen nicht geübt ist, stellt dieses Alleinsein, selbst wenn es nur für ein paar Tage, eine Woche oder zwei Wochen sind eine enorme Herausforderung dar.

Diese Erfahrung, die ich in diesen Tagen gemacht habe, ist mir in Erinnerung geblieben.

Meine Auszeit ist nun gleich früh morgens zu Beginn des Tages.

Da mache ich meinen Sport. Ohne Musik, sondern nur mit der Konzentration auf, dass was ich an den Sport – Geräten da gerade tun sollte.

Zu dieser Uhrzeit klingelt kein Handy und ich habe meine Ruhe.

Also deswegen mein Ratschlag: PC und Handy, sowie andere digitale Geräte sind äußerst hilfreich im Leben, durchaus, doch achten Sie stets darauf, dass Sie diese Geräte als Werkzeug für sich und Ihr Leben benutzen und Sie als Person nicht der technischen Welt gehören, damit Sie auch noch Mensch bleiben! Wie individuell Sie auch sein mögen!

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