Gedanken bezüglich des Mauerfalls

gedan K en b E züglich D es mau E r falls

Blog Spezial zum Mauerfall vor 30 Jahren

30 Jahre ist es an diesem Samstag mittlerweile nun schon her, dass die Mauer zwischen Ost- und West-Berlin gefallen ist.

In diesen 30 Jahren hat sich eine Menge seitdem entwickeln dürfen.

Sowohl im früheren Osten, wie auch im früheren Westen.

Doch was ist an dem Tag an dem die Mauer gefallen ist, so besonders, dass die Herzen der Menschen berührt hat?

Wohl weniger, dass die Mauer abgebaut worden ist. Das dürfte mit der heutigen Ausstattung kein großes Kunststück mehr sein. Schließlich wurde diese auch per Menschenhand vor genau 58 Jahren aufgebaut. Es sind vielmehr innere Mauern, die an diesem Tage gefallen sind.

Es ist wohl vielmehr das Gefühl, das wieder eine freie Fahrt von Ost nach West und von West nach Ost möglich war. Es war das Gefühl, dass Menschen und Familien, die durch die Mauer getrennt waren sich nun endlich wiedersehen konnten und das die Bespitzelung der Bevölkerung anders geworden ist.

Es war das Gefühl, dass von diesem Tag an sozusagen alles besser werden würde, weil zum allerersten Mal seit dem Mauerbau sich Ost und Westdeutsche in den Armen lagen, miteinander tanzten, feierten und ausgelassen waren wie es schon lange nicht mehr der Fall war.

Der Anlass war also ein sehr positiver.

Woran denken Sie wenn Sie an den Mauerfall denken? An den einen oder anderen einprägsamen Songtitel, der von diversen Interpreten in dieser Nacht gesangstechnisch zum Besten gegeben worden ist? An den Spruch: Die Mauer ist gefallen? An Personen die anfingen wie Mauerspechte Stücke aus der Mauer zu schlagen? An Menschenmassen, die auf der Mauer saßen, standen und tanzten? An kilometerlange Trabantenschlagen, die in dieser Nacht nach Berlin West hineinwollten? Oder waren Sie vielleicht zu diesem Zeitpunkt gerade im Urlaub und haben vom Mauerfall aus dem Fernsehen/Radio erfahren und haben ungläubig auf den Bildschirm gestarrt?

Nur bedenken Sie beim ausgelassenen Feiern heute auch daran, wie diese Mauer überhaupt entstehen konnte.

Es waren ursprünglich Meinungsverschiedenheiten, die so lange nicht geklärt worden sind, bis letztendlich eine solche Mauer überhaupt erst gebaut worden ist.

Ob solch ein Mauerbau, Soldaten, Wachtürme und ein Todesstreifen dabei hilfreich sind, solche Missverständnisse zu klären, das wage ich dennoch sehr arg zu bezweifeln.

Die Mauer in Berlin ist also seit 30 Jahren weg. Das ist schon einmal ein Erfolg an sich.

Ist mit dem Mauerfall zwischen Ost und West alles nun vorbei?

Nein.

Es gibt noch sehr viele Mauern auf dieser Welt.

Sowohl real erstellte, als auch gedanklich erstellte.

Wir müssen gar nicht so weit in die Ferne schweifen, selbst im „vereinten Europa“ gibt es noch Mauern.

In Spanien zum Beispiel. Die beiden Städte Medilla und Ceuta befinden sich an der Grenze zu Nordafrika. Von hier aus wird regelmäßig versucht von Afrikanern nach Deutschland zu flüchten.

Daher sind diese beiden Städte unter anderem von hohen Mauern umgeben.

Diese beiden Städte sind nur ein Beispiel in der heutigen Zeit.

China, Mexico, Israel, USA um nur einige andere zu nennen….

Und wie verhält es sich mit der gedanklichen Ablehnung/ Vorurteilen anderen Menschen/ Denkweisen/ Städten/ Ländern/ Kulturen gegenüber? Städter und Ländler? Sie und Du Menschen? z.B. mit Mainzern und Wiesbadenern? Mit Kölnern und Düsseldorfern? Mit Schwaben und Badenern? Frankfurter und Offenbachern? Hamburgern und Münchener? Franken und Bayern? Dortmund und Gelsenkirchen? Und Sachsen gegen den Rest von Deutschland?

Die komplett hirnlosen Kämpfe von Fußballvereinen untereinander nur, weil eine Lederkugel eines Vereins es öfter ins Tor geschafft hat wie die des anderen? Deswegen wird aufeinander ein geprügelt? Prima, dann haben sich die Fußballfans geprügelt, doch an dem Ausgang des Spiels können Sie dennoch nichts mehr ändern.

Oder unsere Betitelung von anderen Menschen. Das Wort Kanacke für z.B. wird hierzulande leider als Schimpfwort benutzt. Die wenigstens wissen allerdings, dass der Ursprung von diesem Wort nichts Negatives hat. Dieses Wort stammte aus Hawaii und bedeutet schlicht und ergreifend Mensch. Nicht mehr und nicht weniger. Und von Menschen haben wir einige Milliarden auf diesem Planeten. Nur weil dieses einstige positive Wort negativ eingebürgert worden ist, bekam es eine andere Bedeutung. Das meine ich mit gedanklichen Mauern.

Meine abschließende Bitte, die ich dazu stelle: Bitte denken Sie mal selbst darüber nach, was Sie als individuelle Einzelperson dafür tun können, das in dieser Welt friedlicher und freundlicher miteinander umgegangen wird?

So dass in Zukunft weiter negative reale und gedankliche Mauern abgebaut werden können, wie am heutigen Tag vor 30 Jahren in Berlin geschehen.

Gruß Ihre Pamela Porsch

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