Die Kunst unbeliebt anders zu sein.

Die K unst unb E liebt an D ers zu s E in.

Was macht für Sie eine unbeliebte Person aus?

Eine interessante Frage, nicht wahr?

Woran wird dieser Umstand für Sie festgemacht?

Was hat eine unbeliebte Person für Sie für Eigenschaften, dass diese für Sie erst unbeliebt wird?

Haben Sie solch eine Person, die Sie für unbeliebt halten, vor Ihren Augen?

Wenn Sie diese Person betrachten, die Sie nicht mögen, was für Eigenschaften von dieser Person haben Sie ebenfalls, dass Ihnen diese erst einmal überhaupt auffallen tun?

Wenn Sie es sich z.B. am Wochenende auf Ihrer Terrasse bequem machen und sich von der Woche erholen wollen und unmittelbar neben Ihnen steigen plötzlich unerwartet gewaltige dunkle Rauchschwaden entgegen, weil der Nachbar neben Ihnen Freude daran hat am Wochenende zu grillen, so macht sich aus Ihrer Sicht gesehen dieser Nachbar gerade so ziemlich unbeliebt bei Ihnen.

Ihr Plan Ihre wohlverdiente Ruhe am Nachmittag im Liegestuhl zu verbringen ist aufgrund dieses Räucherverfahrens dahin.

Nun, ja. Dann halt nicht. Zuviel Sonne schadet ja bekannterweise der Haut und ein Buch muss ja nicht unbedingt auf dem Liegestuhl im Garten gelesen werden, reden Sie sich ein obwohl Sie sich doch über die Situation ärgern. Doch was wäre jetzt die Alternative für Sie?

Nur was machen Sie wenn eben genau dieser Nachbar, der Sie heute Nachmittag noch vom Sonnenbaden abgehalten hat, genau derjenige ist, der bei Ihnen Sturm klingelt, sobald Sie heute Abend sich selber zum Grillmeister ernennen, weil er sich durch den Geruch und den Qualm von Ihrem Grillen belästigt fühlt?

Er hätte sich mit Kopfschmerzen früh hingelegt und bei der Hitze hat er nun das Fenster auf.

Bei geschlossenem Fenster könne „Mann“ ja bei dieser Hitze nicht schlafen. Er würde am Sonntag arbeiten müssen und dieser Rauch, der geht gar nicht.

Dann fühlen Sie sich doch, salopp ausgedrückt, etwas verarscht, oder?

Selbst wenn Sie sich noch 20x in diesem Moment einreden wollen: Ommm, ich bin die Ruhe in Person und bleibe ruhig und gelassen.

Nur, der eine „kriegt“ sich schneller wieder ein, wie eine andere.

Zwei Personen, die am gleichen Tag gegrillt haben. Zwei komplett unterschiedliche Reaktionen.

Wie würden Sie in solch einer Situation reagieren? Die Situation akzeptieren so wie sie ist und den Mund halten, auf die Gefahr hin, dass solch ein Vorfall sich zu Ihren Ungunsten hin wiederholen könnte oder gleich etwas sagen, was Ihnen nicht passen tut?

Egal was Sie jetzt tun, Sie haben nun ein Problem. Entweder weil Sie gegen sich selber handeln indem Sie nichts sagen… (dann kommen interne Sprüche von Ihrem eigenen inneren Kritiker wie z.B. wie kannst Du denn das nur zulassen? Bist Du jetzt verklemmt, oder was? Hast Du Schwierigkeiten den Mund aufzumachen?) oder aber Sie haben das Problem das Sie sehr wohl etwas sagen. (dann kommen solche klugen Gegenargumente wie: Sie sind aber eine Spaßbremse, „ja-ja“ wenn es dem lieben Nachbarn nicht gefällt…, Sie sind aber mimosenhaft, nicht einmal am Nachmittag kann gegrillt werden, ohne dass sich der liebe Nachbar beschweren tut.“) Die Konfrontation zwischen Friedfertigkeit, Toleranz, Rechthaberei und Beschwerde ist somit eröffnet worden.

Und der Witz an der Sache ist: beide Parteien haben aus Ihrer kleinen Landkarte der Welt gesehen her Recht.

Wie Sie anhand des Beispiels sehen, es ist sehr einfach in Ungnade zu fallen, sobald Mann/Frau anderer Meinung ist wie sein Gegenüber es ist.

Stellen sie sich also heute mal die Frage für sich, wie Sie mit so einer – wie als Beispiel beschriebenen- Situation umgehen würden, um diese zu entschärfen, bevor sie in einen Nachbarschaftsstreit eskalieren täte?

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